Patellofemorales Schmerzsyndrom (PFSS)

Patellofemorales Schmerzsyndrom (PFSS) 

Was ist PFSS? Und wie wird PFSS behandelt?

Das Patellofemorale Schmerzsyndrom (PFSS - weitere Synonyme sind Chondropathia patellae, Parapatellares Schmerzsyndrom und Chondromalacia patellae) bezeichnet diffuse Schmerzen hinter oder unter der Kniescheibe. Das Patellofemorale Schmerzsyndrom (PFSS) wird auch als vorderer Knieschmerz bezeichnet und ist ein Schmerzzustand hinter oder unterhalb der Kniescheibe, der bei regelmäßigem Sport und regelmäßiger Bewegung auftreten kann. Die Beschwerden sind häufig durch Knorpelschäden an der Gleitfläche der Kniescheibe im Bereich des Oberschenkelknochens bedingt. Die Schmerzpunkte können hinter, unterhalb oder auch an der Seite der Kniescheibe sitzen.

Das Patellofemorale Schmerzsyndrom kann nicht nur beim Sport, sondern auch bei alltäglichen Aktivitäten entstehen. Auftretende Schmerzen, Steifheit und in manchen Fällen eine eingeschränkte Beweglichkeit können u. a. Beschwerden beim Treppensteigen, beim Klettern auf Leitern oder beim Arbeiten in einer knienden Position verursachen. Eine entlastende Kniebandage für PFSS-Beschwerden schafft häufig effektive Abhilfe und lindert die Schmerzsymptome, die bei stärkerer Belastung bei PFSS auftreten.

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Die Anatomie des Kniegelenks - Patellofemorales Schmerzsyndrom (PFSS)

Schmerzen auf, hinter oder unterhalb der Kniescheibe werden häufig durch die Friktion der Kniescheibenrückseite am Oberschenkelknochen verursacht. Die Rückseite der Kniescheibe ist mit einer schützenden glatten Knorpelfläche überzogen, die das Entlanggleiten der Kniescheibe am unteren zentralen Bereich des Oberschenkelknochens ermöglicht. Auch die Oberfläche des Oberschenkelknochens ist mit Gelenkknorpel überzogen. Wird der Gelenkknorpel durch PFSS beeinträchtigt, verstärkt sich die Reibung der Kniescheibe am Oberschenkelknochen, was eine direkte Schmerzentwicklung zur Folge hat. Der Verschleiß des Gelenkknorpels an der Rückseite der Kniescheibe wird auch als Chondropathia patellae bezeichnet.

Bei PFSS wird die Rückseite der Kniescheibe bei kräftiger Aktivierung des vorderen Oberschenkelmuskels (Quardriceps) und einer gleichzeitigen Beugung des Kniegelenks stark belastet. Die kombinierte Bewegung presst die Kniescheibe an den Oberschenkelknochen. Wenn die Knorpelfläche abgenutzt ist, entstehen häufig durch Belastung ausgelöste Schmerzen rund um die Kniescheibe oder hinter dem Kniegelenk, die als PFSS bezeichnet werden.

Bei einem Knorpelverschleiß an der Rückseite der Kniescheibe, Chondropathia patellae, werden die Beschwerden in 4 verschiedene Schweregrade unterteilt, je nachdem, wie stark der Gelenkknorpel abgenutzt ist.

Chondromalazie Grad 1 bezeichnet eine geringfügigere Abnutzung des Gelenkknorpels mit einer leichteren Aufweichung.

Chondromalazie Grad 2 ist eine stärkere Verschleißerscheinung des Gelenkknorpels mit leichteren Rissen in der Knorpelfläche.

Chondromalazie Grad 3 und 4 bezeichnen eine umfassende Abnutzung des Gelenkknorpels.

Unabhängig vom Schweregrad ist ein Knorpelverschleiß immer mit Schmerzen verbunden. 

 

Ursachen für PFSS

- PFSS kann durch intensive sportliche Betätigung mit wiederholter starker Belastung des Kniegelenks entstehen, z. B. durch Joggen, übertriebenes Treppentraining, Berganlaufen, aber auch durch intensives Sprungtraining in der Leichtathletik. 

- Beim Krafttraining kommt es auf die Technik an, eine unsaubere Technik kann die Entwicklung von PFSS begünstigen. Zum Beispiel Gewichtheben mit falscher Technik kann die Belastung des vorderen Oberschenkelmuskels erhöhen, was wiederum direkt den Druck der Kniescheibenrückseite auf den Oberschenkelknochen verstärkt.

- Anatomische Voraussetzungen wie ein Hochstand der Kniescheibe (Patella alta) oder eine zu niedrig platzierte Kniescheibe leisten einer Entwicklung von PFSS häufig Vorschub.

- Unnormale Bewegungen der Kniescheibe (Maltracking) sorgen dafür, dass die Kniescheibe nicht richtig über die medialen und lateralen Kondylen des Oberschenkelknochens gleitet, was ebenfalls die Entwicklung von PFSS mit Gelenkverschleiß begünstigt.  

- Ein ungleich ausgeprägtes Muskelgewicht zwischen dem inneren und äußeren Muskelbauch des vorderen Oberschenkelmuskels kann das Ungleichgewicht der Kniescheibe verstärken und damit das Risiko von PFSS-Beschwerden erhöhen. 

- Das Patellofemorale Schmerzsyndrom (PFSS) kann auch durch anatomische Voraussetzungen verursacht werden. Der Q-Winkel, der zwischen dem Oberschenkelknochen und dem zentralen Punkt des Kniegelenks gemessen wird, kann zu groß sein. Ein zu großer Q-Winkel verursacht ein unnatürliches Bewegungsmuster der Kniescheibe im Verhältnis zum Oberschenkelmuskel, was das Risiko einer Entwicklung des Patellofemoralen Schmerzsyndroms erhöht.

- Eine verstärkte Pronation des Fußes beeinträchtigt das Kniegelenk und den Oberschenkelmuskel. Eine ausgeprägte Überpronation kann ebenfalls ein auslösender Faktor sein, da sie sich auf die Zugrichtung des vorderen Oberschenkelmuskels auswirkt.

Typische Symptome des Patellofemoralen Schmerzsyndroms (PFSS)

Die üblichsten Symptome bei PFSS sind ein lokaler Schmerz und eine Druckempfindlichkeit an Vorder- oder Rückseite des Kniegelenks oder unterhalb der Kniescheibe.

Die Schmerzen an der Vorderseite des Kniegelenks werden durch Treppensteigen oder Bergan- und Bergablaufen häufig verstärkt.
Der Schmerz nimmt bei stärkerer Belastung und Aktivität des vorderen Oberschenkelmuskels zu.

Training und Übungen, die Kniebeugen oder Treppenlaufen bzw. Bergan- und Bergablaufen erfordern, führen oftmals zu stärkeren Schmerzen. Gebeugte Knie und Bergan- und Bergablaufen erhöhen bei PFSS die Friktion im betroffenen Bereich an der Rückseite der Kniescheibe. 

Schmerzen nach längerem Stillsitzen mit gebeugten Knien.

Knacken in der Kniescheibe bei stärkerer Belastung mit gebeugten Knien. 

Direkte Schmerzentwicklung, wenn die Kniescheibe im Ruhezustand auf den Oberschenkelknochen drückt. Der Druck auf der Kniescheibe entsteht, wenn der vordere Oberschenkelmuskel gespannt und das Kniegelenk stark gebeugt ist.

Die Behandlung des Patellofemoralen Schmerzsyndroms (PFSS)/Reha-Maßnahmen PFSS

PFSS kann häufig durch Ruhephasen und Entlastung effektiv behandelt werden. Die Schmerzen entstehen bei PFSS nicht selten durch eine lokale Entzündung in der Kniescheibe, und eine Entlastung des schmerzenden Bereichs ist oft die wichtigste und effektivste Behandlungsmethode. Entlastung bedeutet, dass das Kniegelenk keinen extremen Belastungen ausgesetzt wird, was bei stärkeren Beschwerden eine totale Ruhephase und Schonung bedeuten kann. Eine Behandlung durch Entlastung gibt der Entzündung die Möglichkeit abzuklingen und wirkt meist schmerzlindernd. Eine für PFSS geeignete entlastende Kniebandage bewirkt oftmals ein rasches Abklingen der Schmerzen im vorderen Kniebereich. 

Physiotherapie (Reha-Maßnahmen) kann bei PFSS ebenfalls Abhilfe schaffen. Die physiotherapeutische Behandlung/Reha-Maßnahmen sollten für einen bestmöglichen Behandlungserfolg auf die individuellen Beschwerden des einzelnen Patienten abgestimmt sein. Reha-Maßnahmen bei PFSS zielen meist auf eine Stärkung des vorderen Oberschenkelmuskels ab.

Da die Kniescheibensehne mit dem vorderen Oberschenkelmuskel verbunden ist, ist ein regelmäßiges Stretchen des vorderen und hinteren Oberschenkelmuskels nach dem Training eine effektive und einfache Maßnahme. Das Stretching soll die Muskeln lockern und eine Verkürzung der Muskeln verhindern, da eine Verkürzung den Muskelansatz zusätzlich belasten würde. Bei PFSS ist das systematische Stretchen des Oberschenkelmuskels eine besonders wirksame Methode. Ein langer weicher Muskel verringert die Belastung der Kniescheibe am Oberschenkelknochen, was bei Schmerzen und Beschwerden durch gebeugte Kniegelenke direkt für Schmerzlinderung sorgt.  

Spezielle für PFSS geeignete Kniebandagen bewirken bei Aktivität zusätzliche Entlastung. Die Bandagen wurden speziell für PFSS und Osgood-Schlatter konzipiert, um den schmerzenden entzündeten Bereich zu entlasten und zu unterstützen.

Stimmen Sie Ihr Training und Ihre Technik auf Ihre Möglichkeiten ab und finden Sie ein Trainingsprogramm, das Sie trotz PFSS schmerzfrei absolvieren können. Eine lokale entzündungshemmende Behandlung des entzündeten Bereichs kann bei PFSS die Behandlung mit einer Kniebandage oder eine entlastende Behandlungsmethode effektiv ergänzen.

Orthesen bei PFSS / Kniebandagen bei PFSS

Eine für PFSS-Beschwerden geeignete Kniebandage ist speziell konstruiert, um die Kniescheibe effektiv vom Oberschenkelknochen „abzuheben“ und so die Belastung der Kniescheibenrückseite zu verringern. Eine für PFSS-Beschwerden geeignete Kniebandage ist mit einer individuell zu regulierenden Patella-Pelotte ausgestattet, die je nach Bedarf stärker oder weniger Entlastung bewirkt. Treppentraining oder Bergan- und Bergablaufen erfordern häufig ein höheres Maß an Entlastung, sodass der entlastende Effekt der Kniebandage individuell regulierbar sein muss, wenn sie bei PFSS-Beschwerden Abhilfe schaffen soll.