
Karpaltunnelsyndrom (CTS) ist eine häufige Erkrankung, die auftritt, wenn der Medianusnerv im Handgelenk eingeklemmt wird. Dies kann zu Schmerzen, Taubheit und einem Verlust des Gefühls im Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger führen. Die Beschwerden können sowohl tagsüber als auch nachts lästig sein, aber die richtige Entlastung kann die Symptome lindern.
Was ist das Karpaltunnelsyndrom?
Das Karpaltunnelsyndrom ist ein Zustand, bei dem der Medianusnerv im Handgelenk Druck im sogenannten Karpaltunnel ausgesetzt ist. Wenn der Druck im Tunnel steigt, kann der Nerv gereizt oder eingeklemmt werden, was zu Taubheit, Schmerzen und manchmal Schwäche in der Hand führt.
Der Karpaltunnel ist ein schmaler Durchgang im Handgelenk, durch den der Medianusnerv und mehrere Sehnen verlaufen. Wenn der Platz im Tunnel enger wird oder das Gewebe anschwillt, steigt der Druck auf den Nerv. Dies kann sowohl das Gefühl in den Fingern als auch die Greiffähigkeit der Hand beeinträchtigen.
Häufige Ursachen & Risikofaktoren
Das Karpaltunnelsyndrom tritt auf, wenn der Druck im Karpaltunnel steigt und der Medianusnerv eingeklemmt wird. Die Ursachen können variieren, aber ein anatomisch enger Karpaltunnel ist ein häufiges Risiko und kann manchmal erblich sein.
Einseitige Arbeiten, bei denen das Handgelenk oft gebogen oder in gewinkelten Positionen belastet wird, können ebenfalls zur Entwicklung des Problems beitragen. Dies gilt beispielsweise für Handwerksarbeiten, repetitive Tätigkeiten oder langanhaltende Computerarbeit.
Hormonelle Veränderungen, insbesondere während der Schwangerschaft, können das Risiko erhöhen, da Flüssigkeitsansammlungen den Druck im Karpaltunnel erhöhen können. Auch das Risiko, zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter.
Tipps des Physiotherapeuten bei Karpaltunnelsyndrom
"Beim Karpaltunnelsyndrom ist es wichtig, das Handgelenk zu entlasten und in einer neutralen Position zu halten, um den Druck auf den Nerv zu verringern. Ich empfehle häufig eine weichere Handgelenkbandage bei leichteren Beschwerden und eine stabilere Bandage mit Schienen bei größerem Bedarf an Entlastung und Kontrolle."
Ida
Staatlich geprüfte Physiotherapeutin · Rehaboteket
Symptome
- Taubheit und Verlust des Gefühls im Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger
- Schmerzen und Beschwerden, oft nachts verstärkt
- Brennendes Gefühl, das bis in den Unterarm ausstrahlen kann
- Schwäche in der Hand und Schwierigkeiten beim Greifen von Gegenständen
- Steifheit und Probleme mit der Feinmotorik
- Schwellungsgefühl in Hand und Fingern
Die Symptome des Karpaltunnelsyndroms treten oft auf, wenn der Druck auf den Medianusnerv steigt oder wenn das Handgelenk über längere Zeit in gebogenen Positionen gehalten wird.
Wann tut das Karpaltunnelsyndrom am meisten weh?
Die Schmerzen und Taubheit beim Karpaltunnelsyndrom treten oft in Situationen auf, in denen das Handgelenk belastet oder über längere Zeit in derselben Position gehalten wird.
Über Nacht
Viele Menschen stellen fest, dass Taubheit und Schmerzen nachts zunehmen, wenn das Handgelenk im Schlaf gebogen ist.
Bei wiederholten Handbewegungen
Arbeiten oder Aktivitäten, bei denen die Hand wiederholt eingesetzt wird, können den Druck im Karpaltunnel erhöhen.
Bei langanhaltender Computerarbeit
Wenn das Handgelenk über längere Zeit gebogen gehalten wird, können die Beschwerden allmählich zunehmen.
Beim Greifen von Gegenständen
Das Halten von Werkzeugen, Telefonen oder anderen Gegenständen über längere Zeit kann die Symptome verschlimmern.
Wann sollten Sie medizinische Hilfe in Anspruch nehmen?
Holen Sie sich medizinische Hilfe, wenn die Symptome mehrere Wochen anhalten, trotz Entlastung, wenn Sie einen deutlichen Verlust des Gefühls erleben oder wenn die Greifkraft Ihrer Hand nachlässt. Sie sollten auch medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, wenn Taubheit und Schmerzen Ihre Fähigkeit beeinträchtigen, die Hand im Alltag zu nutzen.
Empfohlene Schutz- & Unterstützung
Beim Karpaltunnelsyndrom kann der richtige Schutz und die richtige Entlastung dazu beitragen, die Symptome zu verringern und den Komfort im Alltag und bei der Arbeit zu erhöhen. Eine Handgelenkstütze kann helfen, das Handgelenk in einer neutralen Position zu halten und so den Druck auf den Medianusnerv zu reduzieren.
Für die Nacht kann eine spezielle Nachtschiene effektiv sein, da sie verhindert, dass das Handgelenk im Schlaf gebogen wird. Entlastende Handgelenkschützer können ebenfalls dazu beitragen, Schmerzen zu lindern und zu verhindern, dass sich die Beschwerden bei der Arbeit oder Aktivität verschlimmern.
Sehen Sie alle Bandagen und Stützen, die beim Karpaltunnelsyndrom entlasten können
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Für mehr Informationen über die Hand und das Handgelenk können Sie im Verletzungsratgeber Hand & Handgelenk weiterlesen. Sie können auch zur Hauptseite des Verletzungsratgebers gehen, um über andere Verletzungen und Symptome zu lesen.
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