Tennisarm

Die Behandlung eines Tennisellenbogens (laterale Epikondylitis)

Ein Tennisellenbogen ist ein Schmerzsyndrom in einem Sehnenansatz an der Außenseite des Ellenbogens (laterale Epikondylitis). Bei einem Tennisarm entsteht der Schmerz durch eine schmerzhafte Entzündung am Sehnenansatz an der Außenseite des Ellenbogens, Steifheit und Kraftlosigkeit in der Hand sind die Folge. Ein Tennisellenbogen hängt direkt mit den Bewegungen der Hand und des Handgelenks zusammen und wird häufig u. a. durch das Ausüben von Schlägersportarten wie Tennis und Squash ausgelöst, aber auch durch arbeitsbedingte Situationen, die Arbeitsschritte mit Werkzeugen oder eine starke Belastung der Hand oder des Handgelenks erfordern.  

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Was ist ein Tennisellenbogen? 

Ein Tennisellenbogen ist ein Entzündungszustand in der Hand und in der Beuge- und Streckmuskulatur der Finger, der durch Überbeanspruchung hervorgerufen wird. Die Überbeanspruchung wird häufig durch sich länger wiederholende Bewegungen oder intensive Aktivitäten ausgelöst. Eine intensive Phase, in der zum Beispiel viel Tennis gespielt wird, mit sich wiederholenden gleichbleibenden Bewegungen, kann ein auslösender Faktor sein. Auf die Berufswelt bezogen, kann das Arbeiten mit schweren Werkzeugen, wie beispielsweise einem Hammer, über einen längeren Zeitraum hinweg einen Entzündungszustand im Ellenbogen hervorrufen. Vor allem Personen über 40 sind häufig von einem Tennisellenbogen betroffen.

Die Anatomie des Ellenbogens

Das Ellenbogengelenk besteht aus drei Knochen, dem Oberarmknochen (Humerus) und den beiden Unterarmknochen (Radius und Ulna). Das Ellenbogengelenk ist ein so genanntes Drehscharniergelenk und funktioniert wie ein Scharnier. Der Oberarmknochen (Humerus) hat zwei kleinere Knochenfortsätze, Epikondylen, die in der unteren Region des Oberarms sitzen. Die Epikondylen können leicht als zwei kleinere Knochenvorsprünge an der Innen- und Außenseite des Ellenbogens identifiziert werden.

Der äußere Knochenfortsatz heißt lateraler Epicondylus und bezeichnet den Schmerzpunkt bei einem Tennisellenbogen, entsprechend wird ein Tennisellenbogen auch als laterale Epikondylitis bezeichnet. Der innere Knochenfortsatz wird als medialer Epicondylus bezeichnet und bildet den Schmerzpunkt bei einem Golferarm, mediale Epikondylitis. Das Ellenbogengelenk besteht aus zahlreichen Bändern, Muskeln und Sehnen, die das Ellenbogengelenk zusammenhalten und stabilisieren. Das Ellenbogengelenk ist von mehreren Schleimbeuteln (Bursa) umgeben. Die Schleimbeutel schützen das Gelenk und erleichtern die Bewegung des Ellenbogengelenks.

Bei einem Tennisellenbogen steht der Schmerz an der Außenseite des Ellenbogens (laterale Epikondylitis) im direkten Zusammenhang mit den Muskeln im Unterarm und der Hand, die dafür sorgen, dass wir unsere Finger beugen und strecken und das Handgelenk nach oben winkeln können. Diese Muskeln werden auch als Extensoren bezeichnet und entspringen am lateralen Epicondylus, dem Schmerzpunkt bei einem Tennisellenbogen. Zu den Ursachen für einen Tennisellenbogen gehören die Bewegung und die Belastung des Handgelenks, trotz Schmerzen und Entzündungen im Ellenbogen.

Eine Behandlung und Entlastung des Handgelenks bei einem Tennisellenbogen erfordert, dass die Muskulatur des Handgelenks effektiv entlastet wird, was häufig direkt eine unmittelbare Schmerzlinderung und einen Rückgang der Entzündung bewirkt.

Ursachen für einen Tennisellenbogen (laterale Epikondylitis)

Überbelastung

Wiederholte Aktivitäten mit Widerstand, an denen die Hand und die Streckmuskulatur der Finger beteiligt sind, erhöhen das Risiko, einen Tennisellenbogen zu entwickeln. Diese Situationen treten täglich auf, und zwar nicht nur auf dem Tennisplatz, sondern betreffen genauso häufig Handwerker, Sportler, die mit Gewichten trainieren, und Personen, die sich wiederholende einseitige Arbeitsschritte ausführen, wie zum Beispiel Fabrikarbeiter oder Angestellte, die in der Fertigung arbeiten. Eine erhöhte Belastung des äußeren Sehnenansatzes im Ellenbogen (laterale Epikondylitis) verursacht kleine Risse im Sehnenansatz der Unterarmmuskulatur, die lokale Entzündungen und Schmerzen nach sich ziehen. In der Regel entwickelt der dominante Arm eine laterale Epikondylitis, aber auch der nicht-dominante Arm kann von einem Tennisarm betroffen sein.

Anfällige Aktivitäten und Arbeitssituationen

Auch wenn das Problem als Tennisarm bezeichnet wird, werden die Schmerzen im Arm nicht nur durch Tennisspielen verursacht. Tennisspieler sind allerdings besonders anfällig für einen Tennisellenbogen, da sie ihren Arm während des Spiels stark belasten. Die meisten Schlägersportarten mit hoher Schlagfrequenz erhöhen das Risiko, einen Tennisarm (laterale Epikondylitis) zu entwickeln. Sport, Arbeitssituationen und das Arbeitsumfeld sind Faktoren, die die Entwicklung eines Tennisarms begünstigen. Maler, Automechaniker, Büroangestellte, die viel mit der Computermaus arbeiten, Restaurantangestellte, Küchenpersonal, Angestellte in der Fertigung etc. sind Berufsgruppen, die täglich sich wiederholende einseitige Arbeitsschritte mit der Hand und dem Handgelenk ausführen. Das Risiko steigt, je häufiger der auslösende Arbeitsschritt das Gewicht auf die Hand verlagert, wie zum Beispiel bei einem Maler, der mit einer nassen Farbrolle hantiert. Das Gewicht des Arbeitsutensils erhöht die Belastung des Handgelenks, wodurch sich gleichzeitig das Risiko erhöht, einen Tennisellenbogen auszubilden.

Alter

Die meisten Personen, die von einem Tennisarm betroffen sind, sind zwischen 30 und 50 Jahre alt, wobei der Anteil der über 40-Jährigen überwiegt. 

Typische Symptome bei einem Tennisellenbogen

Ein Tennisellenbogen entwickelt sich häufig langsam, beginnend mit einem dumpfen Schmerz im äußeren Sehnenansatz des Ellenbogens. Das auslösende Moment kann nur selten genau bestimmt werden und lässt sich in der Regel beispielsweise nur auf eine intensivere Arbeits- oder Trainingsphase zurückführen. Die Schmerzen nehmen häufig zu. 

- Lokale Schmerzen im äußeren Knochenvorsprung des Ellenbogens, lateraler Epicondylus, manchmal mit Schmerzen, die in Richtung Hand ausstrahlen. Eine deutliche Schmerzentwicklung im äußeren Sehnenansatz des Ellenbogens, sobald das Handgelenk gegen einen Widerstand nach oben gebogen wird. 

- Ein Tennisarm kann häufig zu einer Kraftlosigkeit in der Hand und im Arm führen. Wenn die Hand und die Muskulatur des Unterarms angespannt werden, schmerzt der entzündete Sehnenansatz im Ellenbogen, was wiederum die Kraftlosigkeit der Hand zur Folge hat.

- Rotationsprobleme im Unterarm, z.B. Schwierigkeiten, eine Schraube einzudrehen, oder Probleme den Schlüssel im Türschloss umzudrehen. 

- Lokale Wärmeentwicklung, Druckempfindlichkeit und Rötung am äußeren Sehnenansatz des Ellenbogens sowie in manchen Fällen am Arm.
Lokale Steifheit des Ellenbogengelenks mit Ursprung an der Außenseite des Ellenbogengelenks.

Die Behandlung eines Tennisellenbogens

Ein Tennisellenbogen verschwindet häufig wieder von allein, aber es gibt mehrere Behandlungsmethoden, mit denen die Symptome rascher abklingen. Eine frühzeitige Behandlung erzielt bei einem Tennisarm oftmals eine schnellere Heilung. Es gibt viele verschiedene Hilfsmittel, mit denen ein Tennisarm effektiv entlastet und behandelt werden kann, sowohl im Alltag als auch beim Sport. 

Entlastung

Wenn sich ein Tennisellenbogen auf eine eindeutig identifizierte Situation zurückführen lässt, z.B. einen bestimmten Arbeitsschritt oder intensives Tennisspielen, dann ist ein Vermeiden der auslösenden Bewegungen bei starken Schmerzen die erste logische Behandlungsmethode. Eine Unterlassung der auslösenden Faktoren gibt der Entzündung die Möglichkeit, ohne wiederholte starke Belastung auszuheilen. 

Entzündungshemmende Behandlung

Medikamente mit entzündungshemmender Wirkung können eine effektive und sichere entzündungshemmende lokale Behandlung unterstützen.

Entlastende Orthesenbehandlung

Eine entlastende Epikondylitisbandage, auch als Epikondylitisspange oder Tennisarmbandage bezeichnet, bewirkt eine Entlastung vom Handgelenk an bis hoch zum entzündeten Sehnenansatz im Ellenbogen. Die Epikondylitisbandage wird über der Unterarmmuskulatur platziert, unterhalb der schmerzenden Entzündung im Ellenbogen, und bewirkt bei einem Tennisarm häufig eine direkte Schmerzlinderung. Eine entlastende Orthese für einen Tennisarm ist ein äußerst effektives und praktisches Hilfsmittel bei Tennisarm-Beschwerden und gewährleistet die richtige Entlastung am Tag und in der Nacht.

Entlastende Handgelenkbandage

Angesichts der Tatsache, dass das Handgelenk ursächlich an der Entwicklung eines Tennisellenbogens beteiligt ist, wird eine entlastende Handgelenkbandage bei Tennisellenbogen-Beschwerden häufig als besonders effektiv und schmerzlindernd empfunden. Die Handgelenkbandage sorgt dafür, dass das Handgelenk in einer Position verbleibt, die eine effektive Behandlung der Symptome ermöglicht.

Die Bandage kann auch nachts getragen werden, um ein schmerzhaftes Beugen des Handgelenks im Schlaf zu verhindern. Eine Handgelenkbandage kann nach einer Verletzung auch vorbeugend getragen werden oder als behandelnde Maßnahme bei bestehenden Tennisarm-Beschwerden.

Stretching

Stretching ist häufig eine effektive Methode, um die Unterarmmuskulatur zu stärken und die Flexibilität der Muskeln zu erhöhen. Die Behandlung soll die Belastung des entzündeten Sehnenansatzes reduzieren. Stretching soll bei einem Tennisellenbogen keine Schmerzen verursachen, sondern behutsam und kontrolliert durchgeführt werden. Ein Physiotherapeut kann Sie dabei unterstützen, einen individuellen Trainings- und Stretchingplan zu entwerfen, der auf Ihre Bedürfnisse und Ihre Symptome zugeschnitten ist.

Ergonomie

Eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung zielt darauf ab, den Arbeitsplatz so einzurichten, damit Beschwerden gar nicht erst auftreten. Ein Ergonom hat die Möglichkeit, arbeitsbedingte Ursachen eines Tennisellenbogens (laterale Epikondylitis) von Grund auf zu analysieren, indem er die Arbeitshaltung, die Arbeitsplatzgestaltung, Belastungen, Fehlhaltungen und andere mit der Arbeit verbundene Faktoren begutachtet und einen entsprechenden Behandlungsplan für Ihr Arbeitsumfeld erstellt.

Falls Ihre Behandlung nach ein paar Wochen keine deutlichen Verbesserungen bewirkt hat, empfehlen wir Ihnen, den Rat eines Arztes einzuholen.