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Erika Thid, legitimerad fysioterapeut hos Rehaboteket

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Was sollte ich bei Fersensporn vermeiden?

Person tar sig om hälsn som smärtar

Ein Fersensporn kann die ersten Schritte am Morgen und die Belastung während des Arbeitstags oder beim Training deutlich beschwerlicher machen. Die Schmerzen treten oft unter oder nahe der Ferse auf und können je nach Belastung des Fußes variieren. Was im Alltag als Fersensporn bezeichnet wird, wird häufig mit einer Reizung des Gewebes unter dem Fuß in Verbindung gebracht. Die Empfehlungen zielen deshalb selten auf vollständige Ruhe ab, sondern eher darauf, Dinge zu vermeiden, die den Bereich weiter reizen.

Unterstützung und Entlastung bei Fersensporn entdecken

Trainiere nicht über deutliche Schmerzen hinweg

Man denkt leicht, dass sich die Ferse an die Belastung gewöhnen muss, besonders wenn man regelmäßig läuft, lange Strecken geht oder mehrmals pro Woche trainiert. Aktivitäten, die während des Trainings deutlich zunehmende Schmerzen oder danach stärkere Beschwerden verursachen, können jedoch bedeuten, dass die Belastung im Moment zu hoch ist.

Laufen, Springen und schnelle Richtungswechsel belasten den Fuß oft stark. Du musst nicht unbedingt jede Aktivität einstellen. Vermeide aber, auf demselben Niveau weiterzumachen, wenn deine Ferse darauf reagiert. Das gilt auch für Tanzen, Ballsport und andere Aktivitäten mit harten Landungen.

Achte besonders darauf, wie sich die Ferse später am selben Tag und am nächsten Morgen anfühlt. Wenn eine Aktivität die ersten Schritte spürbar schmerzhafter macht, kann das ein Zeichen dafür sein, dass Umfang, Tempo oder Untergrund angepasst werden müssen.

Person hält sich die beim Training schmerzende Ferse

Wechsle nicht direkt von viel Aktivität zu vollständiger Ruhe

Vollständige Ruhe über längere Zeit ist bei belastungsbedingten Beschwerden selten die naheliegende erste Wahl. Wenn du den Fuß gar nicht mehr benutzt, kann die Rückkehr zur Arbeit, zu Spaziergängen und zum Training unnötig schwer werden. Gleichzeitig solltest du nicht nur deshalb an deinem gewohnten Ablauf festhalten, um eine Unterbrechung zu vermeiden.

Versuche stattdessen, ein Maß an Bewegung zu finden, bei dem die Schmerzen nicht stark zunehmen. Kürzere Strecken, ein ruhigeres Tempo und mehr Pausen können sinnvoller sein als ein langer Spaziergang. Wenn du körperlich schwer arbeitest, sind vorübergehende Anpassungen der Arbeitsaufgaben möglicherweise realistischer als vollständige Ruhe.

Schmerzen sind individuell, und es gibt kein Belastungsniveau, das für alle passt. Eine physiotherapeutische Fachperson kann dir helfen einzuschätzen, wie viel Aktivität angesichts deiner Beschwerden und deines Alltags angemessen ist.

Vermeide abgetragene Schuhe und abrupte Wechsel

Schuhe, die ausgetreten, instabil oder unbequem sind, können die Entlastung einer gereizten Ferse erschweren. Vermeide deshalb, ein Paar weiterzutragen, das deutlich seine Form verloren hat oder auf die schmerzende Stelle drückt. Auch sehr dünne Einlegesohlen und Barfußgehen auf harten Böden können bei einer empfindlichen Ferse Beschwerden verursachen.

Auch ein abrupter Wechsel zu völlig anderen Schuhen ist nicht immer problemlos. Ist der Fuß an einen bestimmten Schuhtyp gewöhnt, kann eine große Veränderung die Belastung beeinflussen. Gewöhne dich deshalb schrittweise an neue Schuhe und beobachte, wie deine Ferse reagiert.

Dasselbe gilt für Hilfsmittel. Eine Fersenschale umschließt die Ferse und dämpft den Aufprall bei jedem Schritt, während eine Einlegesohle mit Fußgewölbestütze die Belastung auf einen größeren Teil des Fußes verteilt. Beides nimmt im Schuh Platz ein. Prüfe deshalb, ob genügend Raum vorhanden ist, ohne dass der Fuß nach oben gedrückt wird. Vermeide auch eine Einlage, die zu hart oder für den Schuh zu klein ist, da sie den Druck an eine andere Stelle verlagern kann.

Versuche nicht, den Schmerz mit Druck zu beseitigen

Kräftiges Massieren direkt auf der empfindlichsten Stelle oder starkes Dehnen, das Schmerzen auslöst, ist nicht dasselbe wie Rehabilitation. Vermeide Bewegungen, bei denen du stechende oder zunehmende Schmerzen spürst. Ein leichtes Dehngefühl kann akzeptabel sein. Übungen sollten jedoch nicht nach dem Prinzip ausgeführt werden, dass mehr Schmerz zu besseren Ergebnissen führt.

Sei auch vorsichtig damit, mehrere neue Maßnahmen gleichzeitig zu beginnen. Wenn du Schuhe wechselst, Einlagen verwendest, den Trainingsumfang änderst und mehrere Übungen auf einmal hinzufügst, lässt sich schwer erkennen, worauf deine Ferse reagiert. Ändere lieber eine Sache nach der anderen und beobachte die Entwicklung im Alltag, bei der Arbeit und beim Training.

Warte nicht zu lange mit einer Abklärung

Nicht jeder Fersenschmerz ist ein Fersensporn. Vermeide es deshalb, allein anhand der Schmerzstelle selbst eine Diagnose zu stellen. Suche ärztlichen Rat, wenn die Schmerzen nach einer eindeutigen Verletzung aufgetreten sind, du den Fuß nicht belasten kannst oder die Ferse stark geschwollen oder gerötet ist. Auch Fieber, Taubheitsgefühle und rasch zunehmende Beschwerden sollten abgeklärt werden.

Wende dich an eine physiotherapeutische oder andere medizinische Fachperson, wenn die Schmerzen anhalten, obwohl du die auslösende Belastung reduziert hast. Bei der Beurteilung muss berücksichtigt werden, wann die Schmerzen auftreten, welche Aktivitäten sie beeinflussen und ob die Beschwerden dein Gangbild verändern. Wenn du anfängst zu hinken, können auch andere Körperbereiche ungewohnt belastet werden, besonders an langen Arbeitstagen oder bei der Rückkehr zum Training.

Wenn du unsicher bist, welche Unterstützung zu deinem Fuß und deinen Schuhen passt, kannst du dich hier bei Rehaboteket von unserer staatlich zugelassenen Physiotherapeutin persönlich beraten lassen.